MAUT-Verordnung

Täglich rollen mehrere Hunderttausend Lastkraftwagen über deutsche Autobahnen und Bundesstraßen. Den Großteil der dabei ausgestoßenen Partikelemissionen verursachen Fahrzeuge der Schadstoffklassen Euro II und Euro III ohne Rußpartikelfilter. Für die Betreiber solcher Lkw sind seit der Einfügung der MAUT-Höhenänderung am 01. Januar 2009 die Mautkosten gestiegen. Zum 1. August 2012 wurde zusätzlich zu den Autobahnen auch für zahlreiche vierspurige Bundesstraßen in ganz Deutschland eine Lkw-Maut eingeführt. Emissionsarme Lkw und solche, die mit einem Partikelfilter-System nachgerüstet sind, zahlen deutlich weniger MAUT-Gebühren als Lkw mit hohen Emissionswerten.

Weiterhin erhalten alle umgerüsteten Fahrzeuge – ganz gleich ob EURO I, II oder III, eine grüne Umweltplakette und haben europaweit freie Fahrt in Umweltzonen. Zudem erzielen Lkw mit eingebautem Partikelfilter einen erheblich höheren Wiederverkaufswert.

Warum und wie wurde die Mauthöhe verändert?

  • Durch die so genannte ökologische Mautspreizung – die stärkere Differenzierung der Mautsätze nach Emissionsklassen – hat die Bundesregierung den Anreiz erhöht, umweltfreundliche und schadstoffarme Fahrzeuge einzusetzen.
  • Mit den neuen Mautsätzen zahlen emissionsarme Lkw und solche, die mit einem Partikelminderungssystem nachgerüstet wurden, deutlich weniger als Lkw mit hohen Emissionswerten.
  • Der Schadstoffausstoß kann durch geschlossene Rußpartikelfilter-Systeme nahezu vollständig reduziert werden. Deshalb werden Fahrzeuge, die mit entsprechenden Partikelfiltern ausgerüstet sind, künftig einer günstigeren Mautkategorie zugeordnet.

Wie hoch ist die Maut jetzt?

  • Seit 1. Januar 2009 beträgt der durchschnittliche Mautsatz 16,3 Cent pro Kilometer statt wie bisher 15 Cent. Die Mauthöhe wird unter Berücksichtigung der gefahrenen Strecke, Achszahl und Schadstoffklasse festgelegt.
  • Für einen Lkw mit vier Achsen liegen die Mautsätze beispielsweise zwischen 15,5 und 28,8 Cent je Kilometer – abhängig von der Schadstoffklasse.
  • Durch die Neufestsetzung wurden für das Jahr 2009 rund eine Milliarde Euro zusätzliche Mauteinnahmen eingenommen. Diese sind in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, vor allem in die Fernstraßen, eingeflossen.

Wie wirkt sich die neue Mautstruktur auf Spediteure aus?

  • Grundsätzlich gilt: Wer schadstoffarme Fahrzeuge einsetzt, profitiert von niedrigeren Mautgebühren. Um eine bessere Mautkategorie zu erlangen, müssen keine neuen, der Euro V- oder VI-Norm oder EEV-Standard entsprechende Fahrzeuge angeschafft werden.
  • Eine Nachrüstung des bestehenden Fuhrparks mit Rußpartikelfiltern reicht aus. Ersparnisse bei den Mautgebühren durch eine Nachrüstung können seit Januar 2009 für Fahrzeuge der Euro II- bzw. Euro III-Norm 8,4 bzw. 2,1 Cent pro Kilometer betragen.
  • Durch die günstigeren Mautsätze gleichen sich die Investitionen für die Nachrüstung bereits nach etwa einem Jahr aus.
  • Ein Beispiel: Das Nachrüsten eines Lkw der Schadstoffklasse II (Mautkategorie D) mit dem HJS-Vollfiltersystem auf die bessere Mautkategorie C kostet rund 6.000 Euro. Fährt der Lkw 150.000 mautpflichtige Autobahnkilometer, ergeben sich insgesamt Einsparungen in Höhe von 6.600 Euro.

Emissionsabhängige Maut-Neuverordnung (gültig ab 1. Januar 2009)

Schadstoffklasse

Mautkategorie

EURO III
C

EURO II
D

Nachgerüstet mit

HJS 100% Partikelfilter

Mautkategorie nach Nachrüstung

B

C

Maut-Ersparnis

Ersparnis pro km
nach 100.000 km
nach 150.000 km

2,1 Ct
2.100 €
3.150 €

8,4 Ct
8.400 €
12.600 €

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