Glossar - Fachbegriffe und Abkürzungen kurz erklärt

Hier finden Sie wichtige Fachbegriffe und Abkürzungen zum Bereich Dieseltechnologie erklärt.

Canning

Als Canning wird in diesem Beitrag das Fertigen und Bereitstellen von Einhausungen für DOC, DPF® und SD als Bestandteil kompletter Abgasanlagen, teilweise einschließlich notwendiger Abgasverrohrungen, verstanden.

CRT®

Continuously Regeneration Technology – Unter CRT® ist die Kombination eines Dieseloxidationskatalysators (DOC) mit einem Dieselpartikelfilter (keramisch oder Sintermetall) zu verstehen. Das durch den Katalysator produzierte NO2 wird im Filter verwendet, um den angesammelten Ruß (Kohlenstoff) kontinuierlich zu Kohlendioxid zu oxidieren (regenerieren).

CSMF

Coated Sintered Metal Filter– Beschichtete Dieselpartikelfilter (CSF Coated Soot Filter und CSMF) werden verwendet, um Regenerationen über NO2 bei passiv regenerierenden Dieselpartikelfiltersystemen sicherzustellen. Dabei wird die katalytisch beschichtete Oberfläche des Dieselpartikelfilters genutzt, um das NO des Abgases in NO2 zu wandeln und Ruß mit Hilfe von NO2 zu oxidieren.

DOC

Diesel Oxidation Catalyst – Dieseloxidationskatalysatoren werden zur Minderung der HC- und CO-Emissionen verwendet. DOC mit speziellen Beschichtungen (sog. „CRT®- Beschichtungen“) werden auch für CRT®- Systeme eingesetzt.

ECU / Datalogger

Electronic Control Unit (Steuereinheit) – Für die Entwicklung von aktiven Regenerationsverfahren in der Nachrüstung sind eingeständige Steuergeräteinheiten erforderlich. HJS hat hierfür ein ECU entwickelt. Die ECU wird heute bei SMF®- AR eingesetzt. Darüber hinaus kann die ECU verwendet werden, um für passive Renerationsverfahren Datalogger- Funktionen, Systemfunktionen, Reinigungsinterwalle, u.a. zu ermitteln und einen dauerhaften Betrieb sicherzustellen.

Feinstaub

Partikelförmige Luftverunreinigungen mit einem aerodynamischen Durchmesser von unter 10 µm (PM10).

Kohlenmonoxid (CO)

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert und dadurch zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Halluzinationen und schließlich zum Tode führen kann. CO wird im Katalysator mit Sauerstoff (O2) zu harmlosem Kohlendioxid (CO2) oxidiert.

Kohlenwasserstoff (HC)

Als Kohlenwasserstoffe bezeichnet man unverbrannte Kraftstoffbestandteile, die ein Produkt unvollständiger Verbrennung im Motor darstellen. Kohlenwasserstoffemissionen entstehen auch, indem Gemisch durch Spalträume zwischen Kolben und Zylinder in das Kurbelgehäuse entweicht. Hinzu kommen Verdampfungsverluste aus dem Kraftstoffbehälter und Vergaser. Durch entsprechende Entlüftung auch über einen ventilgeschalteten Aktivkohlefilter können diese Kohlenwasserstoffe der Verbrennung zugeführt werden. Einige Kohlenwasserstoff-Verbindungen gelten als krebserregend.

Das Abgas enthält verschiedene Arten von Kohlenwasserstoffen:

  • Gesättigte Kohlenwasserstoffe (Paraffine) sind nahezu geruchslos und haben narkotische Wirkung mit leichter Schleimhautreizung.
  • Ungesättigte Kohlenwasserstoffe (Olefine, Azetylen) haben einen schwach süßlichen Geruch mit teilweiser Schleimhautreizung. Sie sind an der Smog und Ozonbildung beteiligt.
  • Aromatische Kohlenwasserstoffe haben einen charakteristischen Geruch. Sie sind Nervengifte mit narkotischer und z. T. krebserregender Wirkung.

Option-Fit

Abgasnachbehandlung zur Nachrüstung durch den OEM vor Erstauslieferung der mit dem Dieselmotor verbundenen Anlage (z.B. Bus) an den Kunden.

Partikel

Partikel sind seit Einführung von Grenzwerten 1972 in den USA durch die Meßmethode definiert. Nach dem von der U.S. EPA und der EU-Richtlinie 88/77/EWG vorgegebenen Messverfahren sind Partikel jene festen und flüssigen Abgasbestandteile, die bei einer defi­nierten Maximaltemperatur von 51,7°C aus dem mit gefilterter Umgebungsluft verdünnten Abgas auf einem definierten Probefilter abgeschieden werden können.

PM10

Partikel, die einen größenselektierenden Lufteinlass passieren, der für einen aerodynami­schen Durchmesser von 10 µm einen Abscheidegrad von mindestens 50% aufweist.

Retro-Fit

Abgasnachbehandlung zur Nachrüstung nach Erstauslieferung der mit dem Dieselmotor verbundenen Anlage (z.B. Bus, Baumaschine) an den Kunden.

SCR

Selective Catalytic Reduction – SCR beschreibt die Reduktion von NOX -Emissionen durch die Verwendung eines Reduktionsmittels und eines SCR-Katalysators.

SCR -AC

SCR unter Verwendung von Ammoniumcarbamat. Bei der Verwendung von SCR ist ein Reduktionsmittel erforderlich. Hierzu zählen u.a. Harnstoff (flüssig, fest), Ammoniak (gasförmig), Ammoniumcarbamat (fest) und andere. Speziell für die Verwendung von Ammoniumcarbamat existieren Konzepte, um die Vorteile des geringen Platzbedarfes zu nutzen. Das Konzept des AC-Reaktors wurde hierzu von HJS entwickelt.

SCRT®
Selective Catalytic Reduction Technology. Sie beschreibt den Systemaufbau aus CRT® und SCR. Dabei werden die Vorteile hoher NO2 - Beiträge im Abgas zur passiven Regeneration von Dieselpartikelfiltern genutzt, um anschließend durch aktive Reduktion NO und NO2 - Emissionen, unter Verwendung eines Reduktionsmittels, zu reduzieren.
SMF® ist eine Gemeinschaftsmarke der HJS Fahrzeugtechnik und  Johnson Matthey, England.

SMF®
Sintermetallfilter. Dieselpartikelfilter auf der Grundlage von Sintermetall als Substratmaterial. SMF® ist eine eingetragene Marke der HJS Emission Technology.

SMF®-AR

SMF® mit Autarker Regeneration –  Unter autarker Regeneration wird gegenwärtig die sogenannte „thermoelektrische Regeneration“ verstanden. Bei der thermoelektrischen Regeneration handelt es sich um ein speziell auf die Anforderung des SMF® entwickeltes Regenerationsverfahren, unter Verwendung eines Rohrsheizkörpers, eines Additiv-Dosiersystems und einer speziell applizierten ECU.

Stickoxide (NOx)

Stickoxide ist ein Sammelbegriff für Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, die besonders bei hohen Brennraumtemperaturen und -drücken im Motor entstehen. Stickoxide sind insofern für die Gesundheit des Menschen gefährlich, da sie in sogenannten „Sekundärreaktionen“ weitere Gefahrstoffe bilden. Stickoxide zählen zu denjenigen Stoffen, die man für das Waldsterben verantwortlich macht. Außerdem führt es mit der Verbindung H + UV-Licht zum gefürchteten „Ozon“.

Die hohe Spitzentemperatur und der hohe Druck im Brennraum führen zu einer gewissen Oxidation des im Gemisch vorhandenen Stickstoffs. Neben Stickstoffmonoxid (NO) entstehen im geringen Maße Stickstoffdioxid (NO2) und Distickstoffmonoxid (N2O). NO ist ein farbloses Gas, das an der Luft zu NO2 oxidiert. NO2 ist ein rotbraunes Gas von scharfem, stechendem Geruch. Es reizt die Lungen durch Ätzung des Gewebes und ist als schweres Blutgift bekannt.

VERT

VERT steht für „Verminderung der Emissionen von Realmaschinen im Tunnelbau“. VERT ist ein Projekt der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Tiefbaugenossenschaf München (TBG), Allgemeine Unfallversicherungsanstalt Österreich (AUVA) und Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Schweiz (BUWAL)

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