Meldung vom 02. Mai 2011
HJS Emission Technology auf der CeMAT 2011: Innovationen zur Schadstoffsenkung bei Dieselmotoren
- Umwelttechnikspezialist präsentiert intelligente Abgassysteme für die Intralogistikbranche
- Verschärfte Grenzwerte für den Ausstoß von Rußpartikeln und Stickoxiden erfordern erhöhte Umweltverträglichkeit der Motoren
- Kombinierte Technologien lassen sich individuell an unterschiedliche Lastprofile anpassen
Menden, 02. Mai 2011 – Grüne Intralogistik dank umweltschonender Motoren – Unternehmen der Branche zeigen vom 2. bis 6. Mai 2011 auf der diesjährigen CeMAT in Hannover, der bedeutendsten Fachmesse weltweit, wie das funktioniert. Als global führender Umwelttechnikspezialist bei der Forschung und Entwicklung von Abgassystemen für Dieselmotoren ist HJS Emission Technology ebenfalls auf der Messe vertreten und präsentiert Innovationen, die den Schadstoffausstoß messbar reduzieren: Systeme zur Diesel-
Partikelminderung, zur Denoxierung sowie kombinierte Verfahren, die sowohl Rußpartikel-
als auch Stickoxidemissionen senken. Angesichts sich sukzessive verschärfender Emissionsgrenzwerte für Verbrennungsmotoren in Europa und den USA gewinnen diese Technologien für die Intralogistikbranche zunehmend an Bedeutung.
Mit dem Inkrafttreten der Stufe III B zu Beginn dieses Jahres ist der zulässige Emissionsausstoß für Non-Road-Motoren EU-weit deutlich abgesenkt worden. Stufe IV tritt ab 2014 in Kraft und erhöht die Anforderungen an die Umweltverträglichkeit mobiler Maschinen noch einmal. „Die Intralogistikbranche ist auf zuverlässige Schadstoffminderungssysteme angewiesen, um die Vorgaben zu erfüllen“, erklärt Michael Himmen, Mitglied der Geschäftsleitung von HJS Emission Technology. „Mithilfe unserer Technologien lassen sich Rußpartikel und Stickoxidemissionen fast vollständig aus dem Abgas entfernen.“ Die Kompetenz und Erfahrung des Unternehmens bei der Entwicklung individueller Systeme je nach Kundenwunsch und Anwendungsgebiet haben bereits renommierte Hersteller wie Jungheinrich, einer der größten Anbieter von Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik, und Volkswagen Antriebssysteme überzeugt.
Autarke Systeme zur Schadstoffminderung
Speziell für Anwendungen mit hoher Niedriglast und niedrigen Abgastemperaturen hat HJS aktive Technologien wie SMF
®-
AR entwickelt. Das System basiert auf einem Sintermetallfilter mit autarker thermoelektrischer Regeneration und entfernt Schadstoffpartikel aus den Abgasen. Dabei erzeugt SMF
®-
AR die für den Rußabbrand erforderliche Temperatur aus eigener Kraft und kann sich dadurch in nahezu jedem Betriebspunkt selbst regenerieren, unabhängig davon, ob sich der Motor im Leerlauf befindet oder auf Hochtouren läuft. SMF
®-
AR eignet sich sowohl für die Erstausrüstung als auch für den nachträglichen Einbau und lässt sich mit weiteren Motorkomponenten verbinden. Auf der CeMAT präsentiert HJS als komplette Applikation beispielsweise einen Volkswagen-
Industriemotor mit SMF
®-
AR-
System inklusive einer nachgeschalteten Industrie-
Schalldämpferanlage.
Ebenfalls auf der CeMAT zu sehen ist die innovative Selective Catalytic Reduction Technology (SCRT®) von HJS, die den Ausstoß von Ruß- und Feinpartikeln um bis zu 100 Prozent senkt. Gleichzeitig werden Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent sowie alle weiteren gasförmigen Schadstoffe bis zur Nachweisgrenze eliminiert. Erfordert der Motor eine besonders hohe Leistungsfähigkeit bei der Filterregeneration, kann die Technologie mit einem HCI-System (Hydro Carbon Injection) ergänzt werden.
Thermomanagement für jeden Bedarf
Ideal für mobile Maschinen und Geräte mit stark schwankenden Lastprofilen sind die ein-
oder zweistufigen Brennersysteme von HJS. Sie sind robust, wartungsarm und zu jedem Betriebszeitpunkt des Motors einsatzbereit. Bei großen Motoren empfiehlt sich ein zweistufiges Thermomanagement mit CAN-
BUS-
integrierter Ansteuerung, bei dem eine Diagnose-
sowie On-
Board-
Diagnose-
Funktion den lückenlosen Brennerbetrieb sicherstellen. Ist eine erhöhte Sauerstoffversorgung der Flamme notwendig, stellt der HJS E-
Booster bei Bedarf zusätzliche Luft zur Verfügung.
HJS hat nicht nur brennerbasierte Systeme im Lieferprogramm. Eine effektive Lösung für Non-Road-Maschinen, bei denen die Abgasminderungstechnik ohne Aufwärmphase des Motors sofort funktionieren muss, ist der elektrothermische Katalytische Vorbrenner (KVB). Er erzeugt die erforderliche Abgastemperatur in einem regelbaren Beipassstrom mit elektrischer Energie an einem Vorkatalysator. Daher wird weder eine Flamme noch die entsprechende Sauerstoffzufuhr benötigt – was eine optimale Kaltstartfähigkeit ermöglicht. Der Serienstart ist für 2012 geplant.
Grenzwerte im Griff
HJS präsentiert auf der CeMAT neben Systemen zur Abgasnachbehandlung mit der Aftertreatment Control Unit (ACU) auch Technologien für deren kontinuierliche Überwachung – damit die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte jederzeit eingehalten und Abweichungen sowie deren Ursachen sofort identifiziert werden. Die ACU ist eine elektronische Steuereinheit, die als „Gehirn“ des Abgassystems fungiert: Sie prüft und protokolliert den Emissionsausstoß, misst mithilfe optimierter Sensorik Temperatur, Druck sowie Schadstoffgehalt und reagiert selbstständig auf Überschreitungen. Spätestens mit Inkrafttreten der Emissionsstandards Euro VI in Europa und EPA 2010 in den USA ist eine detaillierte On-
Board-
Diagnose (OBD) Pflicht. Die ACU greift nicht in die Motorsteuerung ein und lässt sich ohne großen Abstimmungsaufwand an verschiedene Fahrzeug-
und Maschinentypen anpassen.
Mehr über diese und andere Technologien erfahren CeMAT-Besucher am HJS-Stand (Halle 25, Stand C10/1). Weitere Informationen gibt es außerdem unter der Info-Hotline 01805 457373 (0,14 Euro/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen) oder online: www.hjs.com.