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Werkzeugmechaniker/in

Im August 2010 begann ich die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker mit der Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik. In diesem Beruf gibt es verschiedene Fachrichtungen: Formentechnik, Vorrichtungsbau, Lehrenbau und Stanz- und Umformtechnik. Dabei unterscheiden sich die Fachrichtungen nur in kleinen Teilbereichen voneinander. Die Ausbildungszeit beträgt 3 ½ Jahre und kann auf 3 Jahre verkürzt werden.

In der Ausbildung werden spanabhebende Fertigungsverfahren erlernt sowie diverse Fügeverfahren. Zu Beginn jedoch wurden mir die Grundlagen der Metallverarbeitung näher gebracht. Die ersten Monate beschäftigte ich mich mit der Fertigung eines Würfels, der auf eine Grundplatte geschraubt wurde. Dieses Werkstück wird komplett durch manuelles Zerspanen gefertigt. Danach werden die Aufgaben anspruchsvoller und umfangreicher, es folgen die ersten Passungen. Der nächste Schritt in der Ausbildung ist das maschinelle Fertigen von Werkstücken, dazu wurde ich nach und nach an die Maschinen herangeführt und konnte mir viel Wissen aneignen.

Die erste Maschine, die ich kennen gelernt habe, ist die Bohrmaschine. Hier lernt man nicht nur das einfache Bohren von Löchern, sondern auch das Anfertigen von Passungen und Gewinden. Nach der Bohrmaschine habe ich das Arbeiten mit einer Fräsmaschine gelernt. Zuerst werden Werkstücke nur geplant und winklig gefräst, später bekommt man auch komplizierte Fräsaufgaben und muss z.B. Bohrbilder auf ein Werkstück übertragen. Nach den ersten Erfahrungen habe ich an der Schleifmaschine gearbeitet. Hierbei können Werkstücke auf einen tausendstel Millimeter genau bearbeitet werden und sehr gute Oberflächen erreicht werden. Wie auch beim Fräsen lernte ich zu Beginn das einfache Planen bzw. auf Maß bringen. Danach steigt der Schwierigkeitsgrad etwas und ich musste Werkstücke winklig schleifen. Der letzte Teil des maschinellen Zerspanens ist das Drehen. Auch an der Drehbank sammelte ich die ersten Erfahrungen an der Seite meines Ausbilders. Auf der Drehbank werden hauptsächlich Rundmaterialien gefertigt, die zu Beginn lediglich auf Maß gebracht werden müssen, später jedoch auch aufwendige Konturen wie z.B. Passungen und Gewinde erhalten.

Nachdem ich die ersten Erfahrungen gesammelt habe und mich mit dem Maschinenpark sehr gut auskenne, fertige ich meine erste Baugruppe und füge sie zusammen. Dabei ist es wichtig in allen Bereichen fit zu sein, da diese immer wieder benötigt werden. Werden die zugeteilten Aufgaben akkurat und gewissenhaft ausgeführt, so warten neue Herausforderungen, z.B. etwas Konstruieren und Herstellen oder das Fertigen einer kompletten Vorrichtung/ Werkzeug.

Azubi Werkzeugmechaniker
Philipp Schulz, Auszubildender 3. Lehrjahr zum Werkzeugmechaniker

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