Abgas ist die Gesamtheit der vom Motor ausgestoßenen Gase und Feststoffe. Es besteht hauptsächlich aus
Kohlendioxid und Wasserdampf, enthält aber auch einige Schadstoffe, wie z. B. unverbrannte
Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Stickoxide und Ruß.
Die AU ist die regelmäßig durchzuführende Überprüfung des Abgasverhaltens. Geprüft wird im Wesentlichen bei
Fahrzeugen mit Benzinmotoren der CO-Gehalt im Abgas und der Regelkreis durch Aufschaltung einer Störgröße.
Bestandteile des Regelkreises sind alle Komponenten des Fahrzeugmotors, deren Funktionen abgasrelevant sind.
Dies sind z. B. Lambda-Sonde, Einspritzssystem, Luftmengenmesser etc. Diese Teile werden nicht einzeln
geprüft, sondern in ihrem Zusammenwirken durch die vom Fahrzeughersteller vorgegebene Störgröße. So wird
z. B. für einen definierten Zeitraum zusätzlich Luft in das ansonsten geschlossene Ansaugsystem gegeben, um
die im Motorsteuergerät abgespeicherten Abläufe zu stören. Das Steuergerät muss über die Sensorik diese
Störung erkennen und entsprechend korrigieren bzw. ausregeln. Eine derartige Korrektur ist am AU-Testgerät zu
erkennen.
Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor wird die AU durch mehrmaliges Hochdrehen des Motors bis zur Abregeldrehzahl im Leerlauf ermittelt. Festgestellt wird der Trübungswert. Gemessen wird bei diesem Verfahren die Lichtbrechung/ Reflektion durch die im Dieselabgas enthaltenen Rußpartikel.
Neufahrzeuge müssen zum ersten mal nach drei Jahren zur AU und anschließend alle zwei Jahre. In der Regel ist der AU-Termin analog zur Hauptuntersuchung (HU).
Additive sind Stoffe die z. B. dem Kraftstoff oder dem Motoröl beigemischt werden um deren Eigenschaften
(z. B. Klopffestigkeit, Korrosionsschutzwirkung, Schaumbildung, Notlaufeigenschaften) zu verändern.
Normale Alterung
Im normalen Fahrbetrieb ist der Katalysator hohen Temperaturen (bis über 800°C) und mechanischen Belastungen
(Vibrationen) ausgesetzt. Dadurch kann die edelmetallhaltige Beschichtung des Trägers im Laufe der Zeit
verloren gehen. Man geht heute beim Katalysator von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 80.000 bis
100.000 km aus.
Mechanische Schäden
Schmelzen des Katalysatorträgers
Fehler in der Zünd- oder Gemischaufbereitungsanlage können dazu führen, das unverbranntes
Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Katalysator gelangt und auf der Katalysatoroberfläche verbrennt. Die
Temperaturen im Katalysator können dabei auf über 1000°C steigen. Der Katalysatorträger wird zerstört.
Chemische Definition
Stoff, der durch seine Anwesenheit chemische Reaktionen herbeiführt oder in ihrem Verlauf beeinflußt, selbst
aber unverändert bleibt.
Kraftfahrzeugtechnische Definition
Vorrichtung in Kraftfahrzeugen, mit deren Hilfe das Abgas von umweltschädlichen Stoffen gereinigt wird.
Drei-Wege-Katalysator
Bei Ottomotoren wird zu Abgasreinigung ein Katalysator verwendet, an dem drei chemische Reaktionen
gleichzeitig ablaufen. Diese Katalysatoren sind mit den Edelmetallen Rhodium und Platin oder Paladium
beschichtet. Der Rhodiumanteil der Beschichtung bewirkt eine Reduktion der Stickoxide NOx zu molekularem
Stickstoff N2 und Sauerstoff. Mit dem dabei frei werdenden Sauerstoff werden am Platin oder am Paladium das
Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid und die Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasser aufoxidiert. Der
Katalysator selbst ändert sich dabei im Idealfall nicht.
Oxidationskatalysator
Dieselmotoren arbeiten grundsätzlich mit einem hohen Luftüberschuss und haben daher einen hohen Anteil an
Sauerstoff im Abgas. Eine Reduktion der Stickoxide durch Katalyse ist somit beim Dieselmotor nicht möglich
Der Katalysator für Dieselmotoren (Oxidationskatalysator) oxidiert Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid sowie
Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasserdampf.
Der Katalysator besteht aus einem Gehäuse aus Edelstahl, in dem ein metallischer (Metalith) oder keramischer
(Monolith) Träger gelagert ist. Dieser Träger ist in Längsrichtung von einer Vielzahl feiner Kanäle
durchzogen, die dazu dienen, die wirksame Oberfläche des Katalysators zu vergrößern. Die Trägeroberfläche
wird mit einer hochporösen Schicht (Washcoat) versehen, in die Edelmetalle (Platin, Paladium und Rhodium)
eingelagert sind.
Geregeltes Nachrüstkatsystem von HJS zur Nachrüstung von Fahrzeugen mit ungeregeltem Katalysator
oder ohne Katalysator. Das Kat 2000 System enthält neben dem Katalysator auch die komplette Regelung mit
Steuergerät, Lambdasonde, Kabelbaum und Temperatursensor, sowie die nötigen Anbauteile. Mit Kat 2000
ausgestattete Fahrzeuge erreichen die Abgasnorm Euro 1.
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert und
dadurch zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Halluzinationen und schließlich zum Tode führen kann. CO wird im
Katalysator mit Sauerstoff (O2) zu harmlosem Kohlendioxid (CO2) oxidiert.
Kohlenwasserstoffe (HC) ist unverbrannter Kraftstoff, der in Folge von unvollständiger Verbrennung in die
Abgasanlage gelangt. Er ist geruchsintensiv und trägt zur Ozonbildung bei. HC wird im Katalysator mit
Sauerstoff zu Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O) oxidiert.
Kraftstoff ist eine Verbindung aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Außerdem enthält er noch Additive, die seine
Eigenschaften (z. B. Klopffestigkeit) verbessern sollen und unerwünschte Inhaltsstoffe (z. B. Schwefel).
Die Lambda-Sonde befindet sich im vorderen Teil der Abgasanlage vor dem Katalysator. Sie misst den
Restsauerstoffgehalt im Abgas. Über ein Ausgangssignal regelt sie die Motorsteuerung, die das
Kraftstoff-Luft-Gemisch mit dem Gemischbildner exakt einstellt. Dieser sogenannte geschlossene Regelkreis
garantiert ein optimales Mischungsverhältnis. Gleichzeitig stellt er sowohl die optimale Konvertierungsrate
des Katalysators als auch die beste Fahrleistung ein.
Luft besteht zu ca. 78% aus Stickstoff (N2), zu ca. 21% aus Sauerstoff (O2), zu ca. 1%
aus dem Edelgas Argon und zu ca. 0,03% aus Kohlendioxid (CO2). Außerdem enthält sie noch
Wasserdampf und einige andere oxidische Verbindungen, wie Kohlenmonoxid, Stickoxide, Schwefeloxide.
Nachrüstkatalysator von HJS zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen, die nicht schadstoffarm oder
schadstoffarm Euro 0 sind. Mit HJS Oxi-Kat ausgestattete Dieselfahrzeuge erreichen die
Schadstoffklasse Euro 1 oder sogar Euro 2.
Siehe Ruß
Ausgediente Katalysatoren gehören nicht den Müll. Die enthaltenen Edelmetalle sind zu wertvoll, um sie
wegzuwerfen. Daher werden Altkatalysatoren gesammelt, die in ihnen enthaltenen Edelmetalle zurückgewonnen und
die Stahlanteile der Altmetallverwertung zugeführt.
Ruß sind Kohlenstoffverbindungen, die besonders bei Dieselmotoren durch unvollständige Verbrennung entstehen.
Die Rußbildung von Ottomotoren ist in der Regel vernachlässigbar. Ruß kann Lungenkrebs verursachen.
Stickoxide (NOx) sind Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, die besonders bei hohen
Brenntemperaturen und -drücken entstehen. Sie sind überwiegend stechend riechend, von rötlich-brauner Farbe
und tragen zur Ozonbildung bei. Stickoxide werden im Katalysator zu molekularem Stickstoff (N2)
reduziert. Der dabei freiwerdende Sauerstoff wird zum Oxidieren der beiden erstgenannten Schadstoffe
verwendet.
Ein technisch optimierter Katalysator, der das Fahrzeug in eine höhere Abgasnorm (Euro II / D III) bringt und
dadurch dem Fahrzeughalter einen Steuervorteil verschafft. Der Preis entspricht dem des normalen
Ersatzkatalysators.