Kat-ABC
ABE

Die allgemeine Betriebserlaubnis wird vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg erteilt und regelt die Zulässigkeit von genehmigungspflichtigen Fahrzeugteilen. Genehmigungspflichtig sind im Prinzip alle Fahrzeugteile, welche werksseitig eingebaute Teile ersetzen. Die ABE und die vorausgehende TÜV-Prüfung stellen sicher, dass Fahrzeugteile, die nicht vom Fahrzeughersteller kommen, bezüglich Art, Ausführung, Qualität und Funktion dem Originalteil entsprechen. Werden Originalteile durch Teile ohne ABE ersetzt, so kann die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen und damit der Versicherungsschutz. Das Fahrzeug entspricht nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen der StVZO.



Abgas ist die Gesamtheit der vom Motor ausgestoßenen Gase und Feststoffe. Es besteht hauptsächlich aus Kohlendioxid und Wasserdampf, enthält aber auch einige Schadstoffe, wie z. B. unverbrannte Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Stickoxide und Ruß.



Die AU ist die regelmäßig durchzuführende Überprüfung des Abgasverhaltens. Geprüft wird im Wesentlichen bei Fahrzeugen mit Benzinmotoren der CO-Gehalt im Abgas und der Regelkreis durch Aufschaltung einer Störgröße. Bestandteile des Regelkreises sind alle Komponenten des Fahrzeugmotors, deren Funktionen abgasrelevant sind. Dies sind z. B. Lambda-Sonde, Einspritzssystem, Luftmengenmesser etc. Diese Teile werden nicht einzeln geprüft, sondern in ihrem Zusammenwirken durch die vom Fahrzeughersteller vorgegebene Störgröße. So wird z. B. für einen definierten Zeitraum zusätzlich Luft in das ansonsten geschlossene Ansaugsystem gegeben, um die im Motorsteuergerät abgespeicherten Abläufe zu stören. Das Steuergerät muss über die Sensorik diese Störung erkennen und entsprechend korrigieren bzw. ausregeln. Eine derartige Korrektur ist am AU-Testgerät zu erkennen.

Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor wird die AU durch mehrmaliges Hochdrehen des Motors bis zur Abregeldrehzahl im Leerlauf ermittelt. Festgestellt wird der Trübungswert. Gemessen wird bei diesem Verfahren die Lichtbrechung/ Reflektion durch die im Dieselabgas enthaltenen Rußpartikel.

Neufahrzeuge müssen zum ersten mal nach drei Jahren zur AU und anschließend alle zwei Jahre. In der Regel ist der AU-Termin analog zur Hauptuntersuchung (HU).



Additive sind Stoffe die z. B. dem Kraftstoff oder dem Motoröl beigemischt werden um deren Eigenschaften (z. B. Klopffestigkeit, Korrosionsschutzwirkung, Schaumbildung, Notlaufeigenschaften) zu verändern.



Kraftstofftanks sind über eine Entlüftungsleitung mit der Umgebung verbunden. Bei Stillstand des Fahrzeuges kann durch Erwärmung des Tanks Kraftstoff verdampfen. Diese werden in dem in die Entlüftungsleitung eingebauten Aktivkohlefilter absorbiert. Wenn das Fahrzeug läuft, wird der Aktivkohlefilter mit Luft gespült. Dabei wird die Aktivkohle regeneriert und die Kraftstoffdämpfe ins Ansaugsystem des Motors geleitet.



Normale Alterung
Im normalen Fahrbetrieb ist der Katalysator hohen Temperaturen (bis über 800°C) und mechanischen Belastungen (Vibrationen) ausgesetzt. Dadurch kann die edelmetallhaltige Beschichtung des Trägers im Laufe der Zeit verloren gehen. Man geht heute beim Katalysator von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 80.000 bis 100.000 km aus.

Mechanische Schäden

Katalysatorvergiftung
Verbrennt ein Motor zu viel Öl, dann können sich die hierin enthaltenen Additive auf der Katalysatoroberfläche ablagern und diese versiegeln. Die Abgase gelangen nicht mehr an die Edelmetalle und der Katalysator verliert seine Funktion. Auch häufige Kurzstreckenfahrten können zu Katalysatorvergiftung führen. In diesem Fall kann der Katalysator aber häufig durch eine längere Autobahnfahrt regeneriert werden. Das früher häufige Vergiften des Katalysators durch verbleites Benzin kann heute eigentlich nur noch beim Tanken im Ausland vorkommen. Hier sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass bleifreier Kraftstoff (unleaded; sans plomb) getankt wird.

Schmelzen des Katalysatorträgers
Fehler in der Zünd- oder Gemischaufbereitungsanlage können dazu führen, das unverbranntes Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Katalysator gelangt und auf der Katalysatoroberfläche verbrennt. Die Temperaturen im Katalysator können dabei auf über 1000°C steigen. Der Katalysatorträger wird zerstört.



Chemische Definition
Stoff, der durch seine Anwesenheit chemische Reaktionen herbeiführt oder in ihrem Verlauf beeinflußt, selbst aber unverändert bleibt.

Kraftfahrzeugtechnische Definition
Vorrichtung in Kraftfahrzeugen, mit deren Hilfe das Abgas von umweltschädlichen Stoffen gereinigt wird.

Drei-Wege-Katalysator
Bei Ottomotoren wird zu Abgasreinigung ein Katalysator verwendet, an dem drei chemische Reaktionen gleichzeitig ablaufen. Diese Katalysatoren sind mit den Edelmetallen Rhodium und Platin oder Paladium beschichtet. Der Rhodiumanteil der Beschichtung bewirkt eine Reduktion der Stickoxide NOx zu molekularem Stickstoff N2 und Sauerstoff. Mit dem dabei frei werdenden Sauerstoff werden am Platin oder am Paladium das Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid und die Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasser aufoxidiert. Der Katalysator selbst ändert sich dabei im Idealfall nicht.

Oxidationskatalysator
Dieselmotoren arbeiten grundsätzlich mit einem hohen Luftüberschuss und haben daher einen hohen Anteil an Sauerstoff im Abgas. Eine Reduktion der Stickoxide durch Katalyse ist somit beim Dieselmotor nicht möglich Der Katalysator für Dieselmotoren (Oxidationskatalysator) oxidiert Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid sowie Kohlenwasserstoffe zu Kohlendioxid und Wasserdampf.



Der Katalysator besteht aus einem Gehäuse aus Edelstahl, in dem ein metallischer (Metalith) oder keramischer (Monolith) Träger gelagert ist. Dieser Träger ist in Längsrichtung von einer Vielzahl feiner Kanäle durchzogen, die dazu dienen, die wirksame Oberfläche des Katalysators zu vergrößern. Die Trägeroberfläche wird mit einer hochporösen Schicht (Washcoat) versehen, in die Edelmetalle (Platin, Paladium und Rhodium) eingelagert sind.



Geregeltes Nachrüstkatsystem von HJS zur Nachrüstung von Fahrzeugen mit ungeregeltem Katalysator oder ohne Katalysator. Das Kat 2000 System enthält neben dem Katalysator auch die komplette Regelung mit Steuergerät, Lambdasonde, Kabelbaum und Temperatursensor, sowie die nötigen Anbauteile. Mit Kat 2000 ausgestattete Fahrzeuge erreichen die Abgasnorm Euro 1.



Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert und dadurch zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Halluzinationen und schließlich zum Tode führen kann. CO wird im Katalysator mit Sauerstoff (O2) zu harmlosem Kohlendioxid (CO2) oxidiert.



Kohlenwasserstoffe (HC) ist unverbrannter Kraftstoff, der in Folge von unvollständiger Verbrennung in die Abgasanlage gelangt. Er ist geruchsintensiv und trägt zur Ozonbildung bei. HC wird im Katalysator mit Sauerstoff zu Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf (H2O) oxidiert.



Kraftstoff ist eine Verbindung aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Außerdem enthält er noch Additive, die seine Eigenschaften (z. B. Klopffestigkeit) verbessern sollen und unerwünschte Inhaltsstoffe (z. B. Schwefel).



Die Lambda-Sonde befindet sich im vorderen Teil der Abgasanlage vor dem Katalysator. Sie misst den Restsauerstoffgehalt im Abgas. Über ein Ausgangssignal regelt sie die Motorsteuerung, die das Kraftstoff-Luft-Gemisch mit dem Gemischbildner exakt einstellt. Dieser sogenannte geschlossene Regelkreis garantiert ein optimales Mischungsverhältnis. Gleichzeitig stellt er sowohl die optimale Konvertierungsrate des Katalysators als auch die beste Fahrleistung ein.



Luft besteht zu ca. 78% aus Stickstoff (N2), zu ca. 21% aus Sauerstoff (O2), zu ca. 1% aus dem Edelgas Argon und zu ca. 0,03% aus Kohlendioxid (CO2). Außerdem enthält sie noch Wasserdampf und einige andere oxidische Verbindungen, wie Kohlenmonoxid, Stickoxide, Schwefeloxide.



Nachrüstkatalysator von HJS zur Nachrüstung von Dieselfahrzeugen, die nicht schadstoffarm oder schadstoffarm Euro 0 sind. Mit HJS Oxi-Kat ausgestattete Dieselfahrzeuge erreichen die Schadstoffklasse Euro 1 oder sogar Euro 2.



Siehe Ruß



Ausgediente Katalysatoren gehören nicht den Müll. Die enthaltenen Edelmetalle sind zu wertvoll, um sie wegzuwerfen. Daher werden Altkatalysatoren gesammelt, die in ihnen enthaltenen Edelmetalle zurückgewonnen und die Stahlanteile der Altmetallverwertung zugeführt.



Ruß sind Kohlenstoffverbindungen, die besonders bei Dieselmotoren durch unvollständige Verbrennung entstehen. Die Rußbildung von Ottomotoren ist in der Regel vernachlässigbar. Ruß kann Lungenkrebs verursachen.



Stickoxide (NOx) sind Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, die besonders bei hohen Brenntemperaturen und -drücken entstehen. Sie sind überwiegend stechend riechend, von rötlich-brauner Farbe und tragen zur Ozonbildung bei. Stickoxide werden im Katalysator zu molekularem Stickstoff (N2) reduziert. Der dabei freiwerdende Sauerstoff wird zum Oxidieren der beiden erstgenannten Schadstoffe verwendet.



Ein technisch optimierter Katalysator, der das Fahrzeug in eine höhere Abgasnorm (Euro II / D III) bringt und dadurch dem Fahrzeughalter einen Steuervorteil verschafft. Der Preis entspricht dem des normalen Ersatzkatalysators.