19.05.2014

Auch mobil sauber und sicher arbeiten

Dieselabgase am Arbeitsplatz bedeuten eine Gefahr für die Gesundheit der Mitarbeiter – Unternehmen sind verstärkt in der Pflicht, zu handeln

Die Verschärfung der Umweltzonen für den PKW- und NFZ-Verkehr ist derzeit vielerorts ein aktuelles Thema. Aber nicht nur der Straßenverkehr ist für Schadstoffemissionen verantwortlich. Auch Dieselmotoren, die in Flurförderzeugen, Baumaschinen und weiteren Industrieanwendungen eingesetzt sind, tragen maßgeblich zur Verunreinigung der Luft bei. Innovative Lösungen, um auch den Schadstoffausstoß mobiler Maschinen zu reduzieren, präsentiert das Mendener Unternehmen HJS Emission Technology auf der diesjährigen CeMAT, der Weltleitmesse der Intralogistik, in Hannover.

„Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Dieselabgase gefährlicher als bisher gedacht und werden auf die gleiche Gefahrenstufe wie Asbest, Arsen und Senfgas gestellt“, erläutert Peter Neumann, verantwortlicher Vertriebsleiter des Bereichs Retrofit Non-Road bei HJS. „Dieselabgase stehen nun nicht mehr nur im Verdacht krebserregend zu sein, sondern gelten als eine der Ursachen für die Krankheit. Eine absolute Gefahr am Arbeitsplatz also!“ Umso wichtiger sei es, dass die Unternehmen auch dem Arbeitsschutz nun absolute Priorität geben und handeln würden, damit rußfreies Arbeiten und eine bessere Luft am Arbeitsplatz möglich wären, so der Experte.

In Deutschland gibt es bislang strenge Auflagen für den Einsatz von Dieselpartikelfiltern nur in ganz oder teilweise geschlossenen Arbeitsbereichen, wie z. B. Tunnel oder Hallen. Dabei handelt es sich über die EU-Richtlinien hinaus geltende Regelungen wie z. B. die TRGS 554 (Technische Regeln für Gefahrstoffe – Abgase von Dieselmotoren). Diese Schutzbestimmung regelt Tätigkeiten in Arbeitsbereichen, bei denen Dieselabgase in der Umgebungsluft auftreten können, zum Beispiel Werkstätten oder Fertigungshallen, Bauarbeiten unter Tage, Tunnel oder Lkw-Laderäume. Die TRGS-Vorgaben machen den Einsatz von Dieselpartikelfiltern zwingend erforderlich – vorgeschrieben sind Abscheideraten von mindestens 90 Prozent der partikelförmigen Bestandteile (vornehmlich Ruß) aus dem Dieselabgas.

Genau zu dieser Thematik stellt HJS auf der diesjährigen CeMAT aus und präsentiert Filtertechnologien sowohl für heutige als auch für zukünftige Emissionsanforderungen. Die große Herausforderung insbesondere für die Nachrüstung von mobilen Maschinen ist es, das passende System für die höchst individuellen Anforderungen der baulichen Gegebenheiten der Maschine als auch der Anwendungsprofile zu finden.

„Aufgrund der oftmals stark abweichenden Anwendungsprofile mit häufig zu geringen Abgastemperaturen kommen bei mobilen Maschinen und stationären Anwendungen meist aktive Systeme, wie beispielsweise SMF®-AR (Sintermetallfilter mit autarker thermoelektrischer Regeneration) zum Einsatz“, erklärt Peter Neumann. „Damit kann der Partikelfilter temperaturunabhängig in nahezu jedem Motorbetriebspunkt regeneriert werden.“ Sowohl durch die kompakte Bauform als auch den modularen Aufbau des SMF®-AR-Systems ist ein sehr flexibler Einsatz möglich. Ebenso könnten Verrohrungen und Halterungen individuell an unterschiedliche Maschinen und Fahrzeuge angepasst werden. SMF®-AR ist NO2-neutral, erhöht also nicht den Stickstoffdioxidausstoß des Fahrzeugs.

Für die Emissionsstufe IV (Europa) und Tier 4 final (USA), die ab 2014 in Kraft treten, wurden die erlaubten Emissionen für Dieselmotoren weiter drastisch verschärft. Viele Motorenhersteller haben ihre Antriebsaggregate mit einer SCR Einheit zur Denoxierung ausgerüstet und lösen die Partikelreduzierung innermotorisch. Es werden aber vermehrt Partikelfilter zwingend vorgeschrieben. Daraus ergibt sich für viele Maschinenhersteller die Notwendigkeit der Nachrüstung von Partikelfiltersystemen. Das SMF-AR® System ist zur Nachrüstung nach einem SCR System hervorragend geeignet.

Anders als bei den Motoren mit teilweise zu niedrigen Abgastemperaturen sieht es im mittleren bis hohen Leistungsbereich aus. Oftmals sind die Temperaturen hier deutlich höher. Speziell für diese Anwendungen hat HJS die modulare SMF®-Technologie entwickelt. Die Systeme ersetzen in der Regel den Original-Schalldämpfer und lassen sich ebenfalls individuell an die Maschinen und stationären Anwendungen anpassen. „Die heißen motorischen Fahrzeugabgase mit den Rußpartikeln werden in das Gehäuse des SMF® geleitet“, erläutert Peter Neumann. „Die gasförmigen Bestandteile der Abgase strömen durch die mikroskopisch feinen Poren der Filtertaschen hindurch. Dabei werden die Rußteilchen auf der Oberfläche zurückgehalten und lagern sich auf den einzelnen Filtertaschen ab.“ Zum Abbau des im SMF® angesammelten Rußes wird nun die SMF® -Technologie mit passiver Regeneration genutzt. Das HJS-System kombiniert einen hocheffizienten, vorgeschalteten Dieseloxidationskatalysator (DOC) mit einem SMF®. Durch eine optimale Systemabstimmung wird der Filter kontinuierlich und effektiv vom abgelagerten Ruß befreit.

Neben den Filtersystemen für einen nachträglichen Einbau hat HJS auch im Bereich der Erstausrüstung bei der Entwicklung individueller Systeme bereits renommierte Hersteller wie Jungheinrich und Volkswagen Antriebssysteme überzeugt. In Zusammenarbeit mit Volkswagen Antriebssysteme hat HJS Emission Technology zudem erstmalig einen motorfesten, beschichteten Sintermetall-Partikelfilter für den Serieneinsatz zur Einhaltung der Emissionen der Stufe IIIB (EU-Richtlinie 97/68/EG) und der TRGS 554 entwickelt.

HJS Emission Technology präsentiert die Technologien und ihre Möglichkeiten vom 19. bis zum 23. Mai auf der CeMAT in Halle 25 an Stand G11.

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