17.09.2014

Dieselabgase sind eindeutig krebserregend – Verschärfte Regelungen sind vielerorts die Folge und erfordern neue Technologien.

Dieselabgase sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gefährlicher als bisher gedacht und werden auf die gleiche Gefahrenstufe mit Asbest, Arsen und Senfgas gestellt. Dieselabgase gelten nun nicht mehr nur als krebserregend, sondern als grundlegende Ursache für die Krankheit. Aus diesen Erkenntnissen folgen unter anderem immer schärfere Regelungen – zum Beispiel die Ausweitung der Umweltzonen.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IRAC) hat Dieselabgase als krebserregend für Menschen klassifiziert. Dennoch wird der Einsatz von Dieselmotoren in allen Bereichen forciert und vorangetrieben, da sie durch ihren effizienten Umgang mit Kraftstoff einen signifikanten Beitrag für eine CO2 - Reduzierung leisten. So vergrößern Dieselmotoren nicht nur beständig ihren Marktanteil im Pkw- Segment, vielmehr leisten sie auch einen entscheidenden Beitrag für die Lösung der Transportfrage und Mobilitätsdiskussion in modernen Gesellschaften. Der Dieselmotor ist die Stütze in der straßenbasierten Logistik, dem Schiffsverkehr, dem Schienengüterverteilverkehr sowie in Ländern wie den USA auch im Güterfernverkehr. Weiterhin ist der Dieselantrieb in mobilen Arbeitsgeräten und Baumaschinen ein unverzichtbarer Bestandteil einer effizienten Industriegesellschaft.

HJS steht für über 35 Jahre Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Abgasnachbehandlung, und leistet mit seinen innovativen Technologien und Produkten einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Mensch und Umwelt. Als Spezialist für Abgasreinigungssysteme bietet HJS für jede Anwendung die passenden Lösungen.

Technische Lösung: kombinierte Partikel- und Stickoxidreduzierung

Rußpartikelfilter sind für Dieselmotoren zum Erreichen der geforderten Emissionsziele unverzichtbar geworden. Die bestehenden und zukünftigen Abgasvorschriften sehen neben der Reduzierung von Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoff (HC) vor allem die Minderung der Rußpartikel und Stickoxide (NOx) vor. Während CO und HC durch einen Katalysator zu dem ungefährlichen Stoff Wasser (H2O) sowie Kohlendioxid (CO2) oxidiert werden, müssen Partikel durch einen Filter zurückgehalten und Stickoxide durch Zugabe von Harnstoff mit einem zweiten Katalysator zu Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) umgewandelt werden.

Dieselpartikelfilter dienen zur Einhaltung der gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte und damit zur Reduzierung der im Abgas vorhandenen Partikelmasse (PM). Sie werden in unterschiedlichen Größen und Materialien – zum Beispiel Sintermetall, Cordierit oder Siliziumcarbid – am Markt angeboten.

Obwohl in Europa der Dieselpartikelfilter als emissionsbegrenzendes Bauteil flächendeckend in den Neufahrzeugen zu finden ist, sind die Bestandsflotten derzeit noch weit davon entfernt, vollständig mit einem Filter ausgestattet zu sein. Auch die intensiven Nachrüstbemühungen in einigen EU-Staaten wie Deutschland, Italien und Dänemark ändern dieses Bild nur geringfügig.

Für das Segment der Lastkraftwagen und Busse kommt der stringente Einsatz eines Dieselpartikelfilters in der Erstausrüstung erst mit der Einführung von Euro VI ab 2014. Bis dahin verbaute Fahrzeuge sind zumeist nicht mit Filter ausgestattet. Die Bürger in Europa haben ein Recht auf saubere Luft. Insbesondere in den Städten sind aufgrund des starken Verkehrsaufkommens und der hohen Bebauungsdichte die Umweltbelastungen für die Bürger am größten. HJS verfügt über modernste Umweltschutz-Technologien, um die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes schnell und nachhaltig zu erreichen. Auf der diesjährigen Fachmesse IAA Nutzfahrzeuge 2014 in Hannover präsentiert HJS seine Technologien für sauberen Antrieb.

Intelligente Technologie: Emissionsreduzierung in extremen Niedriglastprofilen

Dieselfahrzeuge in den städtischen Bereichen wie z.B. Stadtbusse erfordern intelligente Technologien, um auch im „kalten“ Betrieb hohe Wirkungsgrade in der Abgasnachbehandlung zu erzielen. Sie erreichen kaum die erforderlichen Abgastemperaturen für eine wirksame Schadstoffreduzierung. Aber gerade Städte und Kommunen haben im Hinblick auf Ökologie und Gesundheit eine Vorbildfunktion. Daher hat HJS Emission Technology speziell für das Feld des ÖPNV unter anderem die HJS-Lösungen Thermo Management Technology (TMT) und Refreshing REF entwickelt.

Verbesserung der Stickoxid-Reduktion durch Thermo Management Technology (TMT)

Durch das innovative TMT-System wird die Funktion des serienmäßig verbauten SCR-Systems optimiert: Mit Hilfe der höheren Abgastemperatur lässt sich der Wirkungsgrad des SCR-Systems deutlich verbessern. Der Name lässt bereits auf den Ansatz schließen, den HJS bei der Entwicklung verfolgt hat: Wenn die Abgase die erforderlichen Abgastemperaturen nicht durch die Motorlast erreichen, so muss ein System eingebracht werden, das die Abgas-Temperatur überwachen und bei Bedarf anheben kann. Besonders wichtig ist HJS bei der Entwicklung, das System von Aufbau und Funktionsprinzip her so zu gestalten, dass es kostengünstig angeboten und als Nachrüst-Satz einfach eingebaut werden kann. Mit dem SCR-Upgrade TMT ist dies gelungen: Es ist bei einem äußerst hohen Wirkungsgrad nicht nur günstig, sondern auch ohne Eingriff in die Motorsteuerung des Busmotors unkompliziert am Fahrzeug zu montieren. Wesentliche Komponenten des Upgrade-Satzes sind eine Abgasklappe, ein Steuergerät und eine Isolierung für den Serien-SCR-Katalysator.

Das bei HJS entwickelte und gefertigte System ist ein Nachrüstsystem, das die serienmäßig verbauten SCR-Abgasreinigungssysteme ergänzt und deren Wirkungsgrad steigert. Es wird fahrzeugspezifisch angeboten. Euro IV-, Euro V- und EEV-Busse können damit nicht nur einfach, sondern auch kostengünstig nachgerüstet werden. Der unkomplizierte Einbau erfolgt in Richtung des Abgasstroms nach dem bereits vorhandenen SCR-Gehäuse und kann von jeder Fachwerkstatt vorgenommen werden.

Länger sauber mobil bleiben: HJS Refreshing (REF) für SCRT®-Systeme

Die speziell entwickelte Refreshing-Lösung beinhaltet eine Reaktivierung der katalytischen Platinbeschichtung des gealterten Original-Katalysators im SCRT®- System und den Austausch des Dieselpartikelfilters durch einen wartungsfreundlicheren katalytisch platinbeschichteten und strömungsoptimiertem Sintermetallfilter. Zusätzlich wird das System mit einer hocheffizienten Isolierung gedämmt, um ein schnelles Auskühlen des Systems zu verhindern. Ein schöner Nebeneffekt, der kräftig Geld sparen hilft: Künftig kann der Partikelfilter ganz einfach durch die Verkehrsbetriebe selbst gereinigt werden und durch den geringeren Abgasgegendruck sinkt der Kraftstoffverbrauch. Durch das Refreshing entspricht die neue zu erwartende Laufleistung des SCRT®-Systems der des Original-Systems – so bleiben die Busse deutlich länger sauber mobil und man spart dabei Geld.

Weitere Informationen gibt es am Messestand von HJS auf der IAA in Halle 13, Stand C41.

 

Katalysator CNG

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