07.05.2015

Feinstaubbelastung aktiv entgegen treten – erste Bundesländer setzen mit neuen Vergaberichtlinien Maßstäbe!

  • Bremen und Berlin haben bereits verbindliche Umweltstandards festgelegt: Öffentliche Bau-Aufträge werden an die Verwendung von Baumaschinen mit Rußpartikelfiltern geknüpft
  • Allein in Deutschland sterben nach Expertenschätzungen jährlich etwa 47.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub- und Schadstoffbelastungen
Rußfrei Arbeiten mit Filtern von HJS

Dieselabgase und Schadstoffbelastungen am Arbeitsplatz sind eine ernste Gefahr für die Gesundheit und das Leben der dort tätigen Mitarbeiter. Mit Berlin und Bremen haben die ersten Bundesländer daher nun verbindliche Umweltstandards festgelegt, die zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität führen sollen. Und die Unternehmen müssen mitziehen: Die Vergabe öffentlicher Aufträge wird künftig an die Bedingung geknüpft sein, ausschließlich Baumaschinen mit eingebautem Rußpartikelfilter zu verwenden.

Die Verschärfung der Umweltzonen für den PKW- und Nutzfahrzeug-Verkehr ist derzeit vielerorts ein aktuelles Thema. Aber nicht nur der Straßenverkehr ist für Schadstoffemissionen verantwortlich. Auch Dieselmotoren, die in Baumaschinen und weiteren Industrieanwendungen eingesetzt sind, tragen maßgeblich zur Verunreinigung der Luft bei.

„Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Dieselabgase gefährlicher als bisher gedacht und werden auf die gleiche Gefahrenstufe wie Asbest, Arsen und Senfgas gestellt“, erläutert Axel Middendorf, Leiter Business Unit Retrofit bei HJS Emission Technology, dem führenden Spezialisten für Abgasnachbehandlungssysteme. „Dieselabgase gelten nun nicht mehr nur als krebserregend, sondern als eine der Ursachen für diese und weitere Krankheiten, wie beispielsweise Atem- und Herzkreislauferkrankungen. Eine absolute Gefahr am Arbeitsplatz also!“ Umso wichtiger sei es, dass die Unternehmen auch dem Arbeitsschutz nun absolute Priorität einräumen und handeln, damit rußfreies Arbeiten und eine bessere Luft am Arbeitsplatz möglich sind, so der Experte. Forderungen, die von der Europäischen Umweltagentur unterstützt werden. Denn die dortigen Experten schätzen, dass in der EU etwa 430.000 Todesfälle jährlich auf Feinstaub zurückzuführen sind.

HJS Emission Technology aus Menden (Sauerland) gilt als führender Spezialist für die Lösung sowohl heutiger als auch zukünftiger Emissions-Anforderungen. Die Herausforderung insbesondere für die Ausrüstung von mobilen Maschinen ist dabei, jeweils das passende System für die höchst individuellen Anforderungen zu finden.

„Aufgrund der oftmals stark abweichenden Anwendungsprofile mit häufig zu geringen Abgastemperaturen kommen bei mobilen Maschinen und stationären Anwendungen meist aktive Systeme, wie beispielsweise SMF®-AR (Sintermetallfilter mit autarker thermoelektrischer Regeneration) zum Einsatz“, erklärt Axel Middendorf. „Damit kann der Partikelfilter temperaturunabhängig in nahezu jedem Motorbetriebspunkt regeneriert werden.“ Sowohl durch die kompakte Bauform als auch den modularen Aufbau des SMF®-AR-Systems sei ein sehr flexibler Einsatz möglich. Ebenso könnten Verrohrungen und Halterungen individuell an unterschiedliche Maschinen und Fahrzeuge angepasst werden.

Das System kann zudem mit einer SCR-Einheit zur Denoxierung kombiniert werden, was die gleichzeitige Reduzierung weiterer Schadstoffe erlaubt. SMF®-AR ist NO2-neutral, erhöht also nicht den Stickstoffdioxidausstoß des Fahrzeugs. Da in 2014 in Europa die Stufe IV der Emissionsrichtlinie für den Non-Road-Bereich und in den USA die Abgasnorm Tier 4 final in Kraft getreten sind, ist die Technik heute von großer Bedeutung für viele Branchen. „Denn durch die neuen Normen werden die Schadstoffgrenzwerte für Anwendungen wie Bagger, Kran und Gabelstapler deutlich verschärft und die Anforderungen in Bezug auf Rußpartikel- und Stickoxidemissionen immer strenger“, bekräftigt Axel Middendorf.

Anders als bei den Motoren mit zu niedrigen Abgastemperaturen, sind die Temperaturen im mittleren bis hohen Leistungsbereich, hier oftmals deutlich höher. Speziell für diese Anwendungen hat HJS die modulare SMF®-Technologie entwickelt. Die Systeme ersetzen in der Regel den Original-Schalldämpfer und lassen sich ebenfalls individuell an die Maschinen und stationären Anwendungen anpassen. „Die heißen motorischen Fahrzeugabgase mit den Rußpartikeln werden in das Gehäuse des SMF® geleitet“, erläutert Axel Middendorf  „Die gasförmigen Bestandteile der Abgase strömen durch die mikroskopisch feinen Poren der Sintermetal-Filtertaschen hindurch. Dabei werden die Rußteilchen inklusive der Feinpartikel auf der Oberfläche zurückgehalten und lagern sich auf den einzelnen Filtertaschen ab.“ Zum Abbau des im SMF® angesammelten Rußes wird nun die SMF®-Technologie mit passiver Regeneration genutzt. Das HJS-System kombiniert einen hocheffizienten, vorgeschalteten Dieseloxidationskatalysator (DOC) mit einem SMF®. Durch eine optimale Systemabstimmung wird der Filter kontinuierlich und effektiv vom abgelagerten Ruß befreit.

Zurück

www.hjs.com/aftermarkt   |   www.hjs.com/retrofit   |   www.hjs.com/oem   |   www.hjs-motorsport.de   |   www.hjs-tuning.de   |   www.hjs-drm.de