Ausbildungsberuf Werkzeugmechaniker/-in

Auszubildender Sven-Hendrik Filthaut
Auszubildender Sven-Hendrik Filthaut

Im August 2013 begann ich meine schulische Ausbildung zum Werkzeugmechaniker in Verbindung mit der Fachhochschulreife am Theodor-Reuter-Berufskolleg in Iserlohn. Jedoch entsprach die Wirklichkeit nicht meinen Vorstellungen und so wechselte ich im Juni 2014 von der schulischen Ausbildung in die praktische Ausbildung bei HJS Emission Technology GmbH & Co. KG.

Meine Fachhochschulreife werde ich nun in der Abendschule erwerben.
Bei der Ausbildung zum Werkzeugmechaniker gibt es verschiedene Fachrichtungen: Formentechnik, Vorrichtungsbau, Lehrenbau und Stanz- und Umformtechnik. Dabei unterscheiden sich die Fachrichtungen nur in kleinen Teilbereichen. Ich habe mich für die Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik entschieden.

Die Ausbildungszeit beträgt 3 ½ Jahre und kann auf 3 Jahre verkürzt werden.

In der Ausbildung werden spanabhebende Fertigungsverfahren erlernt sowie diverse Fügeverfahren. Zu Beginn jedoch wurden mir die Grundlagen der Metallverarbeitung näher gebracht. Die ersten Monate beschäftigte ich mich mit der Fertigung eines Hammerkopfes, welcher zum Schluss mit einem Holzstiel zum vollwertigen Hammer verbunden wird. Dieses Werkstück wird komplett durch manuelles Zerspanen gefertigt. Danach wurden die Aufgaben anspruchsvoller und umfangreicher, es folgten die ersten Passungen. Der nächste Schritt in der Ausbildung ist das maschinelle Fertigen von Werkstücken, dazu wurde ich nach und nach an die Maschinen herangeführt und konnte mir viel Wissen aneignen.

Die erste Maschine, die ich kennen gelernt habe, ist die Bohrmaschine. Hier lernt man nicht nur das einfache Bohren von Löchern, sondern auch das Anfertigen von Passungen und Gewinden. Nach der Bohrmaschine habe ich das Arbeiten mit einer Fräsmaschine gelernt. Zuerst werden Werkstücke nur geplant und winklig gefräst, später bekommt man auch komplizierte Fräsaufgaben und muss z.B. Bohrbilder auf ein Werkstück übertragen. In meiner Zeit an der Fräsmaschine fertigte ich einen kleinen Schraubstock, welchen ich auf einen zehntel Millimeter genau fertigen musste. Später jedoch werde ich auf einen tausendstel Millimeter genau arbeiten müssen. Dies kann man mit einer Flächenschleifmaschine erreichen.

Ich konnte nun schon in den ersten Monaten meiner Ausbildung erkennen, dass mir dieser Beruf sehr viel Spaß macht und ich auch meine Stärken im Bereich der praktischen Tätigkeiten verwirklichen konnte. In Zukunft werden weitere Herausforderungen auf mich warten, die nur dann erfolgreich ausgeführt werden können, wenn der ich akkurat und präzise arbeitet.

Euer Azubi,

Sven-Hendrik Filthaut

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