19.09.2016

Sauber in die Zukunft – HJS präsentiert SCR-Nachrüstung der zweiten Generation für Busse und leichte Nutzfahrzeuge auf der IAA

Menden, September 2016 – Dieselbetriebene Fahrzeuge stehen seit einem Jahr fast täglich im Fokus der Öffentlichkeit, nicht selten wird sogar ein Verbot dieser Antriebsart für die Innenstädte gefordert. Schon heute dürfen viele europäische Städte und Gemeinden nur noch befahren werden, wenn die Fahrzeuge den Anforderungen der entsprechenden Umweltzonen genügen. In den Medien wurde der Vorschlag zur Einführung einer blauen Plakette für Dieselfahrzeuge der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks kontrovers diskutiert - das Ergebnis und die Vorschläge einer eingesetzten Expertenkommission stehen noch aus.

Was bleibt sind die Fakten: Zahlreiche Städte stehen vor der Herausforderung, Maßnahmen im Rahmen des Europäischen Vertragsverletzungsverfahrens und anderer anhängiger Klagen auf Einhalten der Luftreinhalteverordnungen einzuleiten - ob freiwillig oder nicht.

Prominenter Vorreiter in Europa sind derzeit London und das Vereinigte Königreich. Entsprechende Fördertöpfe wurden landesweit lanciert, um das Emissionsverhalten der Flotten des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern.

Eine Frage um Leben und Tod: Sadiq Khan enthüllt seine kühnen Luftqualitätspläne für London:

“In Anbetracht der Tatsache, dass jedes Jahr fast 10.000 Londoner frühzeitig als Folge der Belastung durch Luftverschmutzung sterben, geht es inzwischen bei der Säuberung von Londons toxischer Luft um Leben und Tod”, sagt Khan. “Dieses Jahr feiern wir das 60. Jubiläum des Clean Air Act von 1956, das nach den großen Londoner Smogs der 1950er Jahre verabschiedet wurde. Heute stehen wir vor einer neuen Gefährdung der öffentlichen Gesundheit in London und dieses Mal liegt es an uns etwas dagegen zu unternehmen.” Die vom Londoner Bürgermeister gemachten Vorschläge um gegen die “toxische” Luft der Hauptstadt anzugehen, beinhalten auch die große Ausweitung einer geplanten Ultra Low Emission Zone (ULEZ, oder ‘Ultra-Umweltzone’) und die schnellere Einführung von sauberen Bussen.

HJS stellt sich dieser technischen Herausforderung und beweist in den europäischen Metropolen Berlin, Madrid oder London: ÖPNV geht sauberer – ob mit oder ohne blaue Plakette: Die Technologie ist vorhanden.

Unabhängig von den Ergebnissen zu einer blauen Plakette und den Konsequenzen für private PKW ist es zum Beispiel Kommunen oder kommunalen Betreibern technisch bereits heute möglich, in überschaubarem wirtschaftlichen Rahmen Ihre Bestandsflotten deutlich sauberer zu machen. Denn selbst bei allem guten Willen wird ein digitaler Austausch der Flotten wirtschaftlich nicht realisierbar sein und somit werden andere Maßnahmen notwendig, um die Immissionsziele zu erreichen ohne dabei die Städte zu immobilisieren.

Nutzfahrzeuge (Busse und LKWs) mit der Emissionsstufe EURO VI sind das bestmöglich sauberste was die Technik zulässt. Die Europäischen Nutzfahrzeughersteller haben in einem Kraftakt in den letzten Jahren wirklich ganze Arbeit geleistet. Durch die Anforderung im Rahmen der Zertifizierungen schon RDE-Zyklen zu fahren, halten diese auch wirklich was sie versprechen. So fährt ein moderner Euro VI LKW im Realbetrieb auf dem Stickoxidniveau von Euro V PKW.

Durch die Umrüstung auf den Einsatzfall "Stadtbetrieb" mit spezifisch auf Niedriglastbetrieb optimierten SCRT®-Systemen können selbst relativ alte Busse nahezu so sauber sein wie diese modernen Euro VI Fahrzeuge – und nichts Geringeres sollte der Anspruch sein.

HJS ist Vorreiter bei dieser Technologie. Seit über 20 Jahren beschäftigen wir uns mit den technischen Herausforderungen der Entstickung von Diesel-Abgasen und deren Optimierungsmöglichkeiten. Das Unternehmen hat mittlerweile über 3000 Systeme auf SCR oder SCRT Basis weltweit nachgerüstet, mehrere Hundert davon allein in Berlin - einer Stadt, die bekanntermaßen mit einer angespannten Haushaltslage kalkulieren muss.

"Wir freuen uns hier eine ökologische Erfolgsgeschichte geschrieben zu haben, die  ihresgleichen sucht, denn bereits wenige Wochen nach der Umrüstung der ersten Chargen ließ sich eine messbare Verbesserung an besonders betroffenen Straßenzügen erzielen,“ betont Klaus Schrewe, Entwicklungsleiter bei HJS.

Doch nur mit den Fahrzeugen des ÖPNV ist es nicht getan, auch die Fahrzeuge der Transporterklasse bieten Optimierungspotential – ein Großteil der Bestandsflotte basiert auf der Volumentechnik der Euro V PKW´s und verfügt somit nur über einen Partikelfilter. Dieser Bestand dürfte selbst in 2020 noch mehrere 100-Tausend Fahrzeuge mit einem Alter von unter 8 Jahren betragen – diese Fahrzeuge sind dann häufig noch 4 Jahre und länger im Einsatz.

„Durch den relativ komfortablen Bauraum bietet sich eine Nachrüstung mit SCR an“, erläutert Schrewe. „Diese Technologie  läuft seit über 150TKM in einem unserer Werkstransporter im Dauereinsatz – das Fahrzeug haben wir aus dem Stand sogar von Euro IV auf Euro VI Niveau gebracht und dazu einen aktiv regenerierten Partikelfilter zusätzlich integriert.“ Für Anwendungen mit besonderen Performance-Anforderungen ist darüber hinaus die Integration eines elektrisch beheizten Katalysators denkbar.

Vielfältige Informationen rund um technisch wirksame und zugleich wirtschaftlich umsetzbare Lösungen zur Verbesserung der Immissionsproblematik bietet das Team von HJS Emission Technology vom 22. bis 29. September auf der 66. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (Halle 13, Stand B44).

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